Heute ist der 13.02.2026, und die Welt der ETFs (Exchange Traded Funds) wird immer interessanter, insbesondere im Hinblick auf nachhaltige Investitionen. Der Xtrackers Emerging Markets Carbon Reduction and Climate Improvers ETF (EMCR) hat kürzlich eine halbjährliche Neugewichtung durchgeführt, um sein Portfolio an die Regeln des Solactive ISS Emerging Markets Carbon Reduction & Climate Improvers Index anzupassen. Diese Neugewichtung ist nicht nur eine Anpassung, sondern stellt sicher, dass die Wertpapiere des Portfolios strengen Klima- und ESG-Kriterien (Environmental, Social, Governance) entsprechen. Der aktuelle Nettoinventarwert (NAV) des EMCR liegt bei $40,12, und die Gesamtkostenquote beträgt 0,15%.
Zu den Kernsektoren des EMCR zählen Informationstechnologie und Finanzwesen, wobei die regionalen Schwerpunkte auf China und Taiwan liegen. Der zugrunde liegende Index wählt Unternehmen aus, die internationalen ESG-Standards entsprechen, wie dem UN Global Compact. Dabei werden Unternehmen, die erheblich in umstrittenen Sektoren engagiert sind, ausgeschlossen. Dies wird als entscheidend angesehen, um die Treibhausgasemissionen der Indexbestandteile mit den langfristigen Erwärmungszielen des Pariser Abkommens in Einklang zu bringen. Die Holdings werden nach der CO2-Risiko-Bewertung jedes Unternehmens gewichtet, und die Unternehmen werden in Gruppen wie „Climate Leader“ oder „Climate Performer“ kategorisiert. Diese halbjährliche Neugewichtung ermöglicht es dem ETF, dynamisch auf neue Klimadaten und sich entwickelnde Verpflichtungen zur Emissionsreduktion zu reagieren. Ab dem 11. Juni 2026 wird eine formelle Änderung der Anlagestrategie erwartet, die festlegt, dass der Fonds unter normalen Umständen mindestens 80% seines Vermögens direkt in die Komponenten des Referenzindex investiert, was den Index-Tracking-Rahmen des Fonds weiter verschärft. Weitere Informationen zum EMCR finden Sie in der Quelle hier.
Erweiterung des ETF-Angebots
Parallel zu den Entwicklungen beim EMCR hat DWS sein Angebot an Net-Zero ETFs erweitert. Mit dem neuen Emerging Market Net Zero Pathway Paris Aligned UCITS ETF (XEMN) wird ein weiterer Schritt in Richtung nachhaltiger Investments unternommen. Der XEMN folgt dem Solactive ISS ESG Emerging Market Net Zero Pathway Index, der zur Solactive ISS ESG Net Zero Pathway Index Series gehört. Diese Serie konzentriert sich auf große und mittelgroße Unternehmen und erfüllt die EU-Vorgaben für Paris-aligned Benchmarks.
Ein bemerkenswerter Aspekt dieser Indizes ist, dass sie eine 50%ige Reduktion der Kohlenstoffintensität im Vergleich zu einem entsprechenden nicht-ESG Marktbenchmark anstreben und einen jährlichen Dekarbonisierungsweg von 7% implementieren. Die Auswahl der Unternehmensanteile erfolgt gemäß strengen Kriterien, wobei Unternehmen, die den Marktstandards für verantwortungsvolles Geschäftsgebaren nicht entsprechen, ausgeschlossen werden. Timo Pfeiffer, Chief Markets Officer bei Solactive, äußerte sich positiv zur Erweiterung der DWS Paris-aligned ETFs, und Simon Klein, Global Head of Passive Sales bei DWS, betonte die Vollständigkeit der Produktpalette, die im Einklang mit dem Pariser Klimaabkommen steht. Weitere Informationen zu diesem neuen ETF finden Sie in der Quelle hier.
Der Kontext der ESG-Investitionen
Die Entwicklung der ESG-Investitionen steht in einem breiteren Kontext. Im Jahr 2019 gab die EU klare Vorgaben zur Umstellung der Wirtschaft in Richtung Klimaschutz. Private Investoren wurden aufgefordert, einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten, was der Bedeutung von ESG-Investitionen zu einer breiten Akzeptanz verhalf. In den letzten Jahren hat sich jedoch die Situation für grüne Geldanlagen als schwieriger erwiesen. Beispielsweise wurde ESG in den USA unter der Präsidentschaft von Donald Trump negativ wahrgenommen, was dazu führte, dass Vermögensverwalter Kapital aus Unternehmen mit gutem ESG-Rating abgezogen haben.
Auf dem SZ-Nachhaltigkeitsgipfel wurde kürzlich die Frage aufgeworfen, ob das Konzept ESG gescheitert sei. Diskutanten wiesen dies zurück und betonten, dass nicht das Konzept selbst gescheitert sei, sondern vielmehr die Umsetzung in den Mainstream. Kristina Jeromin forderte eine richtige Allokation von Kapital in Unternehmen, die Klimarisiken reduzieren. Auch Mauricio Vargas von Greenpeace wies darauf hin, dass das Bewusstsein für nachhaltige Geschäftsmodelle wächst, und betonte die Notwendigkeit politischer Rahmenbedingungen zur Erreichung von Klima- und Wasserschutzzielen. Die Herausforderungen sind also groß, doch der Transformationsprozess erfordert klare Bekenntnisse von Unternehmensführern und eine ökologische Transformation des Industriestandorts. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie in der Quelle hier.